»Liebt ein Mensch den Frieden, wird er nicht zum Feigling.«
Sprichwort der Igbo (Nigeria, Westafrika)
„Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit.“
Baruch de Spinoza
Der Name klingt so sanft, die Themen sind es nicht.
Friedenspsychologie heißt psychologisch aktiv zu sein in Forschung und Praxis und zu untersuchen, handeln und dafür zu sorgen, dass direkte (personale) und indirekte (strukturelle) Gewalt abgebaut beziehungsweise gar nicht erst entsteht (Prävention). Positiv formuliert zielt Friedenspsychologie auf die gewaltfreie Lösung von Konflikten und auf die Verwirklichung politisch-ökonomisch-sozialer Gerechtigkeit ab.
Als Themen sind dabei im Focus zum Beispiel: psychologische Aspekte von Aggression und Gewalt, Rechtsextremismus, Militarismus und Militarisierung, Kriegspropaganda, Traumatisierung, Menschenrechte, Gewaltfreiheit, Friedensengagement, Friedensjournalismus, Mediation, zivile Konfliktbearbeitung, Zivilcourage sowie Wiederaufbau und Versöhnung nach Konflikten.
Was ist mein Beitrag?
Dank Hubert Heindl, einem guten Freund aus Studientagen, bin ich 2016 das erste Mal nach Kamerun gekommen. Er hat die Friedensuni im jähr 2013 ins leben gerufen und sie findet seitdem alljährlich statt. Ich war dort als Dozentin der UPA (University of Peace in Africa) für Bedürfnisorientierte Kommunikation, einer Methode inspiriert von Marshall Rosenberg’s Non-violent Communication. und ebenso für Mediation. Zu jeder Friedensuni kommen Menschen, die in Friedensprojekten in ihrem jeweiligen Heimatland arbeiten. Meine Teilnahme als Dozentin der Friedensunis haben mir einen guten, tiefen und vielfältigen Einblick in die Geschichten und damit Leben und Konflikten und Herausforderungen in unterschiedlichen Ländern Afrikas ermöglicht. Die Bereitschaft der Teilnehmenden in ihren jeweils schon bestehenden Projekten ihre Energie, ihr Engagement, ihre Gesundheit und auch ihr Leben einzusetzen, um für eine friedlich Art des Miteinanders zu sorgen, für Versöhnung und Zukunft, hat mich sehr verändert. Diese Menschen begeistern mich und ihre Geschichten machen mich sehr nachdenklich. Ich bin durch diese Erfahrungen inspiriert, auch hier in Europa mehr Wissen und Engagement zu ermöglichen. Es ist eine Welt in der wir leben. Dieses Wissen wird immer wichtiger und kostbarer.








